Alltag mit Hörbeeinträchtigung

Der Alltag ist eine Last und überfordert Sie zunehmend?

Gerne finde ich mit Ihnen Wege, dem Alltag mit mehr Leichtigkeit zu begegnen.
Eventuelle Traumata, welche z.B. durch eine Spätertaubung verursacht wurden, helfe ich zu verarbeiten. 
Auch stehe ich im Bereich Kommunikation in der Familie oder am Arbeitsplatz beratend und unterstützend zur Seite.

Plötzlicher oder langsamer auftretender Hörverlust

Diesen völlig neuen Lebensabschnitt kann man sehr schwer allein bewältigen. Auch das soziale Umfeld ist häufig hilflos und fühlt sich allein mit der neuen Situation. Damit der Klient und die Familie offener und besser miteinander umgehen können, kann ich mit meiner persönlichen Erfahrung und Empathie Hilfestellung leisten.

Dabei kann es auch sinnvoll sein, die häusliche Umgebung aufzulösen und das soziale Umfeld für einen begrenzten Zeitraum an einen geschützten Ort zu verlagern. Ein Beispiel dafür wäre ein speziell auf Gehörlose ausgerichtetes Hotel an der Nordsee/Carolinensiel. Dort kann die Familie praktisch ungestört Zeit miteinander verbringen, ohne „Alltagsprobleme“ bewältigen zu müssen. Diese Situation kann ich professionell begleiten und das neue Miteinander mit der Familie einüben.

Diese Prozesse sind schwierig und bedingen meine komplette Aufmerksamkeit. Daher begleite ich meine Klienten in einer 1:1 Situation, denn nur so lassen sich optimale Ergebnisse erzielen.

Hörbeeinträchtigung

Schon von frühen Kindesbeinen an musste ich (bedingt durch meine Taubheit) mich sehr bemühen, der Kommunikation mit Anderen zu folgen. Meine Taubheit, veursacht durch Meningitis,  hat mich für mein Leben geprägt und mich besonders geschult, aufmerksam und empathisch mit anderen Menschen umzugehen.

Die Auswirkungen und Symptome einer Hörbeeinträchtigung werden von Außenstehenden oftmals unterschätzt oder sogar abgetan. Dies ist für Betroffene oft schwer auszuhalten. Vor allem, wenn es sich um Nahestehende handelt oder der Arbeitsalltag davon betroffen ist. Dazu kommen oftmals durch Hörstress verursachte Symptome und psychischen Probleme.

Bei nicht Beachten kann dies zu echten gesundheitlichen Problemen führen. 

Gerne möchte ich Sie unterstützen, Ihrem Alltag mehr Leichtigkeit zu geben und helfe bei der Integration und Aufklärung von Familie und Arbeitgebern.

Alltag mit Hörbeeinträchtigung
Altag mit Hörbeeinträchtigung
Ich berate Sie und erkläre, was Sie tun können.

Hörgeschädigt/ Hörbeeinträchtigung/ Taub/Ertaubt, was bedeutet das?

Wie im wirklichen Leben gibt es hier kein schwarz und kein weiß. Man unterscheidet einerseits von der Stärke der Hörbeeinträchtigung ausgehend und anderseits von der Identifikation, zu welcher Gruppe sich jeder Betroffene zugehörig fühlt.

Ein großes Thema unter allen Hörgeschädigten ist die so genannte Verstecktaktik, oftmals verursacht durch Unsicherheit, nicht zur Last fallen wollen, dem Wunsch dazuzugehören, oder auch einfach aus dem Unwissen heraus mit der eigenen Hörbeeinträchtigung umzugehen.

Schwerhörige Menschen haben ein eingeschränktes Hörvermögen und nutzen ihr Resthörvermögen. Mit technischen Hilfsmitteln kann das Resthörvermögen in vielen Fällen verstärkt werden.

Die Anzeichen der Schwerhörigkeit sind unsichtbar und daher eine Behinderung, die absolut unterschätzt wird und häufig zu sozialer Einsamkeit führt. Gruppengespräche sind für viele Betroffene eine Tortur, vor allem wenn auch noch Nebengeräusche dazu kommen (verursacht bspw. durch Straßenlärm, Tischgespräche, etc. ).

Hörstress ist ein ernstzunehmendes Phänomen, dass nicht nur zu Gereiztheit und psychischer Minderbelastbarkeit führt und Familien belastet, sondern auch ernstere Folgen, wie z.B. einen Hörsturz mit sich bringen kann. Eine funktionierende Kommunikationsbasis ist daher das A und O, vor allem in der Familie, um diese zu stabilisieren und Symptome von Einsamkeit und Überforderung zu lindern.

Spätertaubte Menschen können keine Sprache und keine Töne über das Ohr wahrnehmen und haben ihr Gehör erst nach dem Spracherwerb verloren.

CI (Cochlear Implantat)

Die Erfolge von CI gehen weit auseinander und sind in Kreisen der Gehörlosen oftmals verpönt. Als Ursache kann das kostbare Gut der Gehörlosenkultur benannt werden, welche lange unterdrückt und verboten war (Audismus).

Glücklich schätzen darf sich, wer mit CI ein ausreichendes Sprachverstehen hat um zu telefonieren. Die meisten CI Träger haben unter Störschall und Gruppensituationen zu leiden und legen Nachts größtenteils ihr CI ab und sind somit z.B. bei Alarmen nicht zu erreichen.

Sie ordnen sich oftmals selbst in die Kategorie Schwerhörig oder Gehörlos ein.

Gehörlose Menschen können keine Sprache und keine Töne über das Ohr wahrnehmen und haben von Geburt oder vor dem Spracherwerb diese Indikation erhalten.

Untereinander verständigen sich die meisten Gehörlosen in der DGS (Deutsche Gebärdensprache). Im Alltag unter Hörenden lesen sie meistens von den Lippen ab. Es kann jedoch nur 30% des Gesagten von den Lippen abgelesen werden. Der Rest muss durch „Raten“, Mimik, Gestik, etc. kompensiert werden. Dies führt sehr häufig zu Missverständnissen und sollte niemals bei wichtigen Themen oder Daten angewendet werden.

Es gibt viele Begrifflichkeiten, um seine Hör oder „Nicht-Hör“ Indikatoren zu beschreiben. Mittlerweile hat es sich etabliert, dass es jedem selbst überlassen bleibt, welcher Kategorie oder welchem Begriff er sich zuordnet bzw. zugehörig fühlt.

Eine strikte Ausnahme gibt es jedoch. Der Begriff „taubstumm“ darf in keiner Weise verwendet werden. Er ist als Beleidigung und Diskriminierung zu verstehen.

Begriffe können z.B. sein:

Hörschwäche, Hörbehinderung, Hörbeeinträchtigung, Handicap, Schwerhörigkeit, Hörgestört, Taub, Gehörlos, Hochgradig Schwerhörig, CI-Träger, Hörgeräte-Träger, Ich höre schlecht, ich höre nicht mehr so gut, ich höre kaum, Hörschädigung, taub aber höre mit CI, gehörlos aber höre mit CI, Hörstörung, Hörminderung, Hörverlust, Hörprobleme, taub aber nicht dumm, leichtgradig Schwerhörig, ich hör halt nicht gut…

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